Exkursion der Energiemanager

Energiemanager

Windenergiepark Bingen

Die Türme der Windräder waren noch teilweise in Bodennebel gehüllt, aber die Rotoren schon von der Sonne beleuchtet. Die erste Station der Exkursion war der Windenergiepark bei Bingen.

Herr Bezold, Projektentwickler bei Alteric, erklärte uns zunächst das Umspannwerk. Hier wird die von den Windrädern erzeugte elektrische Energie auf höhere Spannungen transformiert und ins öffentliche Netz eingespeist. Sehr anschaulich und fundiert gab er uns dann auch einen interessanten Überblick über die Geschichte und Entwicklung der Windkraft allgemein.

Die „WEA4“, die Windenergieanlage 4 von insgesamt 8, stand nach einer halben Stunde Wanderung durch den Wald imposant vor uns. Man muss schon direkt davorstehen, um einen Eindruck von der Größe der Anlagen zu bekommen, die man sonst nur aus größerer Entfernung sieht.

Wir haben uns dann auch besonders für den Aufbau der riesigen Anlage interessiert und Herr Bezold konnte wirklich alle Fragen detailliert und auch verständlich beantworten. Wie bekommt man z.B. die Rotorblätter so hoch und wie werden sie überhaupt hier hertransportiert?

Herr Bezold erklärte uns auch den genaueren Aufbau des Turmes aus verspannten Stahlbetonbausteinen unten und den Stahlröhren oben und den relativ flachen, aber sehr schweren Aufbau des Beton-Fundamentes- vergleichbar mit dem Standfuß einer Tischlampe. Die zum Aufbau freigemachten Flächen, auf denen wir standen, verdeutlichten uns sehr anschaulich die Größenverhältnisse.

 

Pellets-Produktion bei Steidle

Steidle macht weit mehr als die uns bekannten Holzpellets. In einer ausführlichen, aber kurzweiligen Präsentation wurden uns die weiteren Geschäftsbereiche Bau, Betongaragen und Holz gezeigt. Der Bereich Quarzsand führte uns vor Augen, wie vielseitig die Produkte auf Golfplätzen, Reitplätzen und Spielplätzen zum Einsatz kommen und dass wir in Sigmaringen praktisch überall mit Produkten von Steidle zu tun haben.

Herr Luib zeigte uns mit viel Engagement und ansteckender Freude den vollständigen Ablauf der Holzpellets-Produktion. Zunächst die Anlieferung der Rohstoffe, v.a. regionale Sägespäne von Sägewerken und Hackschnitzel. Die Hackschnitzel sind für das Biomasse-Heizkraftwerk, die Sägespäne Hauptbestandteil der Holzpellets. Dann die Zerkleinerung und Trocknung der Sägespäne – und nicht zuletzt das Herausfiltern von z.B. metallischen Gegenständen. Wir standen auch direkt vor den großen Walzen, durch die am Ende noch die starke Pressung in die uns bekannte Stäbchenform stattfindet.

Es war beeindruckend, die großen Anlagen von innen zu sehen, welche unsere Schule mit jährlich mehr als 100t Holzpellets versorgen!

Zu Beginn der Führung zeigte die große Waage am Eingang etwa 2 t an, als alle Schüler und Lehrer darauf standen. Am Ende der Führung gab es sogar noch Donuts und Getränke – obwohl schon 2 Schüler früher gegangen sind, wogen wir am Ende fast genauso viel!

Das war für die Energiemanager ein richtig lohnender Tag, mit wertvollen Eindrücken in die Technikwelt der Energieversorgung und auch die dazugehörigen Berufe!